Franzenshütte

Oral Histo­ry Schmie­de­hand­werk

 

Oral Histo­ry Holz­knecht

 

prenn_punkt rea­li­siert die Neu­ge­stal­tung der his­to­ri­schen Gebäu­de der ehe­ma­li­gen Schmelz­an­la­ge Fran­zens­hüt­te im Lun­gau. Für das aus­ge­zeich­net erhal­te­ne Indus­trie­denk­mal wur­de ein spe­zi­el­les Design ent­wi­ckelt, das sich opti­mal in umge­ben­den his­to­ri­schen Raum und Land­schaft ein­fügt. Aus­stel­lungs­ar­chi­tek­tur und -gra­fik sind zurück­hal­tend ein­ge­setzt, um die Inhal­te best­mög­lich zu unter­stüt­zen und unauf­dring­lich zu ver­mit­teln. Beson­de­rer Wert wur­de dar­auf gelegt, die ein­zel­nen Schwer­punk­te durch durch­ge­hen­de Sicht­ach­sen mit­ein­an­der zu ver­bin­den, Ein- und Aus­bli­cke zu schaf­fen und so unauf­dring­lich auf die enge Ver­bin­dung der inhalt­li­chen Schwer­punk­te hin­zu­wei­sen. Die Insze­nie­run­gen und Szen­o­gra­fi­en sol­len infor­mie­ren, inspi­rie­ren, neu­gie­rig machen und den Blick auf die kom­ple­xen The­men Erz- und Eisen­ge­win­nung und -ver­ar­bei­tung len­ken. Als Leit­ma­te­ria­li­en die­nen aus­schließ­lich unbe­han­del­tes Schwarz­blech und Glas, die die Atmo­sphä­re des his­to­ri­schen Indus­trie­denk­mals stim­mig auf­neh­men und unter­stüt­zen. Inter­ak­ti­ve Ele­men­te erlau­ben die Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten von Eisen an ver­schie­de­nen Sta­tio­nen selbst aus­zu­pro­bie­ren – wie etwa Wie­gen, Heben eines Erz­kor­bes oder Boh­ren, um Gewicht und Stär­ke zu spü­ren.

prenn_punkt lei­tet Besu­che­rIn­nen mit­tels eines Ori­en­tie­rungs­bands aus Häm­mern und Zan­gen in die nächs­ten Geschos­se. Vom Zwi­schen­stock, das einen atem­be­rau­ben­den Blick auf das Geblä­se­h­aus bie­tet, führt der Weg hin­auf in den Möl­ler­bö­den und schließ­lich in das Kern­stück der Aus­stel­lung, den Hoch­ofen mit sei­nem umlau­fen­den Gicht­gang. Eine Erz­rut­sche und der dazu­ge­hö­ri­ge bis oben mit Erz­bro­cken gefüll­te Erzhunt war­ten dar­auf, von Besu­che­rIn­nen in den Hoch­ofen trans­por­tiert zu wer­den. Im Zen­trum des ein­drucks­vol­len, acht­ecki­gen Kup­pel­raums befin­det sich der Gicht­ofen. Durch eine Glas­plat­te kann bis auf sei­nen Boden gese­hen wer­den. Eine akus­ti­sche und visu­el­le Raum­in­stal­la­ti­on lässt das Inne­re des Hoch­ofens – der Haupt­at­trak­ti­on der Aus­stel­lung – authen­tisch erle­ben. Sie­ben Infor­ma­ti­ons­ste­len regen zu einer Ver­tie­fung des The­mas an!

prenn_punkt ent­wi­ckelt für den Außen­be­reich des Muse­ums mit sei­nen ver­schie­de­nen Neben­ge­bäu­den den The­men­weg „Weg des Eisens“.