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Signs - grenzüberschreitende LandArt 2006

prenn_punkt Pressetext

Eiserner Vorhang und Grenzen trennten Europa nicht nur auf der Landkarte in Ost und West. Trotz der Auflösung des Ostblocks ab 1989 und dem EU-Beitritt Tschechiens 2004 sind die einstigen Barrieren im Bewusstsein der Grenzbewohner noch lange nicht vergessen, sondern nach wie vor allgegenwärtig. Ein länderübergreifendes Projekt mit jungen Menschen aus Österreich und Tschechien sollte diese obsoleten Ansichten in der Region Böhmerwald überwinden. Die verbindenden Elemente traten dabei an die Stelle der trennenden Vorstellungen. Die Angst vor Fremdem und Veränderungen wurde durch Neugierde und interessiertes Miteinander ersetzt.

Das Alkovner buero fuer kommunikation und gestaltung prenn_punkt initiierte für Jugendliche aus Rohrbach und Freistadt in Oberösterreich sowie aus Sedlčany in Tschechien das LandArt Projekt "Signs".

Möglich wurde das Projekt durch Förderungen seitens des Landes Oberösterreich, Kulturkontakt Austria und des EU-Dispositionsfonds. Als Schauplatz diente die unmittelbar an der Grenze gelegene Böhmerwaldschule, die sich durch ihr großes Engagement in der Region auszeichnet, während die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach den reibungslosen Ablauf mit Stift Schlegl organisierte.

Insgesamt nahmen 40 Burschen und Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren an dem grenzüberschreitenden LandArt-Projekt "Signs" teil. Die vorgegebenen Rahmenbedingungen wurden bewusst offen gehalten, um den TeilnehmerInnen Raum zur eigenen Gestaltung und größtmögliche Freiheit bei der Projektumsetzung zu lassen. Die einzige Grundbedingung war mit den in der Landschaft vorhandenen Naturmaterialien kreativ tätig zu werden. Gemeinsam mit KünstlerInnen und LandschaftsarchitektInnen wurden Installationen in der Landschaft verwirklicht. Die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Naturraum, das aufmerksame Wahrnehmen der Umgebung und die kreative Umsetzung von Ideen waren dabei wesentliche Aspekte. Der künstlerische Zugang zu Natur, Umwelt, Inhalten und Themen bot ideale Voraussetzungen, um unter anderen vorhandene Sprachbarrieren zu umgehen.

Vier gut durchmischte Gruppen formierten sich, um gemeinsame Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Im Laufe von drei Tagen nahmen ihre Ideen greifbare Formen an. Unterstützt wurden sie dabei von der Projektleiterin von "Signs" der Ausstellungsarchitektin und Kommunikationskuratorin Doris Prenn, der Kostümbildnerin Walpurgi Helml, den Künstler Gerd Thaller sowie den Landschaftsarchitekten Gerd Frischenschlager und Albin Lugmair.

Vier weithin sichtbare Zeichen entstanden, die die gelungene Kooperation auffällig und harmonisch repräsentierten. Die LandArt Installationen "Bogen", "offene Mauer", "Friedenszeichen" sowie "Tipi" demonstrieren anschaulich, dass verbindende Vorstellungen ein maßgeblicher inhaltlicher Bestandteil der "Signs" wurden. Ein gemeinsames Fest, bei dem die Projekte der Öffentlichkeit präsentiert wurden, beendete das Projekt, in das nicht nur viel kreative, sondern auch körperliche Energie floss und das von den Jugendlichen mit Begeisterung durchgeführt wurde.

Um die temporären Installationen langfristig zu bewahren, ist ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts die geplante Publikation an deren Umsetzung noch gearbeitet wird. Die das Projekt begleitende fotografische Dokumentation seitens der "NachwuchskünstlerInnen" wird maßgeblicher Bestandteil der Publikation werden.

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© prenn_punkt buero fuer kommunikation und gestaltung