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Mali – Kinder der Wüsteprenn_punkt Pressetext Kinder gestalten für Kinder Den Kindern der Sahelzone in Afrika ist die Ausstellung im Linzer Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel gewidmet, die bis Ende Juni präsentiert wird. Das dreiköpfige Ausstellungsteam war für diese Ausstellung auf einer mehrwöchigen Expedition in Mali. Ziel dieser Reise war es, die Kinder der Wüste vor Ort kennen zu lernen und authentisches Material für die Ausstellung zu sammeln. Nahezu eine halbe Tonne Material und eine Flut von Eindrücken, die für mehrere Ausstellungen reichen würden, zeugen vom Erfolg der Expedition. Mali ist in Österreich nahezu unbekannt. Vergangenes Jahr besuchten nur 173 österreichische TouristInnen den faszinierenden Binnenstaat in der Mitte Westafrikas. Dabei blickt Mali auf eine reiche Geschichte zurück: Bereits im Mittelalter war das Königreich Mali der mächtigste Staat im westlichen Sudan. Mali gehört sicherlich zu den interessantesten Ländern Westafrikas. Die heutige Republik begeistert durch ihre vielfältige Kultur, eine Fülle unterschiedlicher Ethnien und überwältigende Landschaften. Die fantastische Lehmmoschee von Djénné gehört ebenso zum Weltkulturerbe wie das sagenhafte Timbuktu oder die Felsen von Bandiagara. Dort lebt eine der erstaunlichsten Ethnien Westafrikas, die Dogon, mit ihrem ungeheurem kulturellem Reichtum. Die Tafelberge von Hombori, die unvermittelt aus der Wüste aufragen oder die riesige Dune Rose südlich von Gao sind ebenso faszinierend wie unvergesslich. Das heutige Mali ist durch das bunte Leben entlang des Nigerflusses geprägt. Der Niger verbindet die drei großen Landschaftszonen Malis – die trockene Sahara im Norden, die südliche üppige Sudanzone und die dazwischen liegende Sahelzone mit ihrer kargen Vegetation. Die verschiedenen Ethnien mit ihrer kulturellen Vielfalt und ihren unterschiedlichen Sitten, die bunten Märkte, der einmalige Schmuck, die prächtigen Farben und Formen der Landschaft sind es, die die einzigartige Schönheit Malis prägen. Die vom Alkovner buero fuer kommunikation und gestaltung prenn_punkt im Kinderkulturzentrum gestaltete ethnologische Präsentation zur Alltagskultur sowie Jahres- und Lebensbräuchen von Kindern in der Sahelzone und in Österreich spiegelt diese Vielfalt und die gesammelten Eindrücke wider. Die Ausstellungsarchitektin und Kommunikationskuratorin Doris Prenn initiierte dazu ein die Kontinente verbindendes Projekt von österreichischen und malischen SchülerInnen. Auf den partizipatorischen Anteil der Kinder wurde besonderen Wert gelegt, denn Kinder sind die Hauptzielgruppe der Ausstellung. Die aktive Mitgestaltung der Ausstellung durch die SchülerInnen ist Basis für die nachhaltige positive Auseinandersetzung mit zunächst fremden Kulturen. Ganz nach dem Motto: Kinder zeigen Kindern ihren Lebensalltag. Wie wohnen, essen, lernen, spielen wir, wie kleiden wir uns, wie feiern wir unsere Feste sind dabei zugleich grundlegende wie leicht fassbare Themen. Die Kinder stellten Alltagsobjekte aus den unterschiedlichen Lebensbereichen zusammen und erklären kurz deren Bedeutung. Im Rahmen der Ausstellung bilden diese Alltagsgegenstände aus zwei unterschiedlichen Kontinenten und Kulturkreisen jenen wichtigen Schwerpunkt, dessen Ergebnisse auch in die Ausstellung eingeflossen sind. Den Besuchen in Schulen Malis und Oberösterreichs wurde bewusst viel Zeit gewidmet, um die Erfahrungen und die Lebenswirklichkeit der Zielgruppe in die Ausstellung einbinden zu können. Der Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Lehrern sind grundsätzliche Einblicke in Alltagsleben und kulturelle Bräuche zu verdanken. Aus der mehrmonatigen Kooperation mit der Linzer Karlhofschule entwickelte sich zudem ein von den SchülerInnen veranstaltetes genderorientiertes Benefizkonzert. Mit dem Erlös der Benefizveranstaltung wird die Patenschaft für malische Mädchen übernommen, um diesen den weiterführenden Schulbesuch zu ermöglichen. Unterstützt wurde das Kinderkulturprojekt vom Land Oberösterreich und KulturKontakt Austria. |
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