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Museum für
Rechtsgeschichte und Folterkammer
Schloss Pöggstall
prenn_punkt
übernimmt die Neugestaltung des Museums
für Rechtsgeschichte im runden, ehemaligen Kanonenrondell von Schloss
Pöggstall. dabei werden architektonische Ausstellungselemente
bewusst zurückhaltend eingesetzt, um den ungewöhnlichen Raum und Inhalt
optimal wirken zu lassen. Für den gesamten Ausstellungsbereich werden
Leitmaterialien und Leitfarben definiert, die für das übergeordnete
Thema stehen und als neutraler Hintergrund weder von den Objekten noch
den Inhalten ablenken, sondern diese bestmöglichst und unaufdringlich
unterstützen sollen. Ruhiges Schwarz wird mit lebendigen Akzenten in
Weiß und Rot ergänzt.
prenn_punkt
empfängt BesucherInnen bereits im Eingangsbereich mit der Silhouette
eines Richters, die durch die Ausstellung leitet. Entlang des weiten
Kreisbogens der Außenwand zieht sich ein durchgängiges Grafikband quer
durch alle Räume, setzt die einzelnen Themenbereiche in Szene, schafft
Übergänge sowie Zusammenhänge und strukturiert den Ausstellungsrundgang.
prenn_punkt
wählt für jeden Themenbereich einen
prägnanten Holzschnitt aus, der als leitendes Makromotiv den Hintergrund
bildet. Dieses Makromotiv steht für das übergeordnete Thema und
unterstützt auf nonverbaler Ebene ein Verständnis der Inhalte. Das
Grafikband dient als Orientierungs- und Leitsystem und ist Träger für
Scans der Originaldokumente, die aus konservatorischen Gründen nicht vor
Ort präsentiert werden können.
prenn_punkt
legt besonderes Augenmerk darauf, Inhalte nicht simulierend oder
geisterbahnhaft zu inszenieren, sondern BesucherInnen durch klare
Szenografien zum Nachdenken anzuregen. Die großen Vitrinen erlauben auf
mehreren Ebenen ungewöhnliche Einblicke der präsentierten Objekte.
Semitransparente Fahnen mit Silhouetten von Richtern, Verbrechern und
Henkern sowie historischen Zitaten strukturieren die Räume und lassen
die Raumwahrnehmung unter immer neuen Blickwinkeln erleben. Eine
Touchwall mit fünf Touchpoints gibt interaktive Einblicke in das Leben
eines Scharfrichters. Zusammengefasst werden die präsentierten
Themenbereiche Sammlungsgeschichte, Entwicklung der Rechtsgeschichte,
Ehrenstrafen, Verwahrstrafen, Leib- und Lebensstrafen sowie Hexen von
den Moritaten, die mit einem attraktiven Diorama den Abschluss der
Ausstellung bilden.
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